Mühlengebäude und Leonhards-Kapelle
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| Jahr | Ereignis |
| 1277 | beginnt die lange Geschichte der Mühle in Ichenhausen. Es wird zum ersten Mal gemahlen |
| 1344 | kommt Ichenhausen mit der Mühle an Heinrich Edler von Roth |
| 1372 | verkaufen Gunrat und Ulrich von Roth Ichenhausen mit der Mühle an die Herren Edlen Heinrich, Wolf und Gunrat von Ellerbach |
| 1386 | verkauft Burkhardt von Ellerbach Ichenhausen mit der Mühle an Heinrich von Knöringen. Dafür zahlt die Mühle jährlich zwei Malter Kern, vier Malter Roggen, vier Malter gemahlenes Korn, 100 Eier, zwei Gänse und ein Masthuhn (1 Malter = 1,6 Zentner = 80 kg) |
| 1393 | verkauft Heinrich von Knöringen Ichenhausen mit Mühle an Hans von Roth von Rieden. |
| 1406 | wird Ichenhausen unter den Herren Roth zum Markt erhoben |
| 1574 | wird der Markt Ichenhausen mit seinen beiden Schlössern von Hans Wolfart und Hans Friedrich von Roth an Bernhard von Stain zu Rechtenstain auf Niederstotzingen und Harthausen verkauft. In diesem Kaufbrief wird auch die St.-Leonhards-Kapelle genannt, die aber bedeutend älter ist. Mit der Kapelle geht auch das Fischwasser an der Günz an die Mühle. |
| 1625 | geht die Mühle während des 30jährigen Krieges für den Preis von 6000 Gulden an Bartholomäus Wiblishauser von Großkötz. |
| 1660 | kauft die Familie Hindermayer die Mühle zum Preis von 6300 Gulden. |
| 1795 | wird die Mühle an Markus Mohn von Ettenbeuren verkauft. Zur Mühle gehören inzwischen eine Öl-, Lohn- und Sägemühle sowie eine Tuchwalkerei. |
| 1831 | kauft Johann Meitinger die Mühle zum Betrag von 26000 Gulden. |
| 1835 | brennt die Mühle ab und wird 1836 zusammen mit einer Branntweinbrennerei wieder aufgebaut. |
Mühle anno 1867 (vor Brand 1882)
| 1852 | kauft am 6. November Zimmermeister Josef Thaler (1809-1860) die Mühle zum Preis von 53500 Gulden. Seitdem ist die Mühle in Besitz der Familie Thaler. |
| 1868 | geht die Mühle an seinen Sohn Josef (1845-1911) über. Josef Thaler war Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Ichenhausen. |
| 1882 | brennt die Mühle ab und wird als Kunstmühle unter dem Namen Krieger & Thaler wieder aufgebaut. In diesem Jahr erhält die Mühle elektrischen Strom. Die Bürger von Ichenhausen kommen erst 10 Jahre später in Genuss dieses Fortschritts. |
| 1913 | übernimmt Sohn Alfred (1880-1951) das Anwesen. Alfred Thaler ist von 1919 bis 1945 Bürgermeister von Ichenhausen. |
| 1952 | geht die Mühle an seinen Sohn Hermann (1914-1972) über. Die Landwirtschaft wird aufgelöst und in die ehemaligen Stallungen eine Getreideannahme mit Trocknung eingebaut. Das Landwirtschaftliche Lagerhaus Mecklinger wird übernommen. |
| 1968 | wird die Mühle um eine Mischfutterproduktion erweitert. |
| 1972 | übernimmt Marianne Thaler, verheiratete Beer, mit 23 Jahren den Betrieb, den sie zunächst an die Firma Haniel in Ulm verpachtet. |
| 1983 | wird die Firma von Marianne Beer unter dem Namen Landhandel Thaler weitergeführt. |
| 1992 | entsteht in den ehemaligen LKW-Garagen und Müllerwohnungen ein Haus- und Gartenmarkt. |
| 2001 | wird durch den Abriss des Bürogebäudes die Mühle in ihren ursprünglichen Zustand zurück versetzt. Durch den großzügigen Neubau wird der bestehende Markt mit Freiflächen wesentlich vergrößert und zu einem LandMarkt umgebaut. Gleichzeitig entsteht an der Günz eine Hochwasser-Schutzwand von dem Mühlengebäude bis zur Straßenbrücke. |
| 2002 |
feiert die Mühle ihrem 725. Geburtstag. Am 6. November 2002 ist die Mühle 150 Jahre im Besitz der Familie Thaler. Bis heute werden in der Mühle Getreideprodukte sowie Geflügel- und Wildfutter hergestellt. Im LandMarkt führen wir für unsere Kunden eine große Auswahl an Mehl und Naturkost, Heimtierfutter und Zubehör, ( fast ) alles rund um den Garten, Arbeitskleidung, Haushaltsartikel, Eisenwaren, Brennstoffe uvm. |
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